Wer den Antrag stellt, muss nicht mit dem Gefühl leben, Geld verschenkt zu haben.

Die Aussicht, BAföG-Förderung zu erhalten, ist größer als Sie denken, gerade im Hinblick auf die Bedarfssatzerhöhung durch das 26. BAföG-Änderungsgesetz.

Wer den Antrag stellt, muss nicht mit dem Gefühl leben, Geld verschenkt zu haben.

Die Aussicht, BAföG-Förderung zu erhalten, ist größer als Sie denken, gerade im Hinblick auf die Bedarfssatzerhöhung durch das 26. BAföG-Änderungsgesetz.

1. Muss ich einen Antrag stellen?

Ja. Leistungen nach dem BAföG werden nur auf Antrag gewährt.

2. Wann muss ich den Antrag stellen?

So früh wie möglich.

Erster Antrag:

Grundsätzlich wird Ausbildungsförderung vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung tatsächlich aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an. Entscheidend ist der Poststempel des Amtes für Ausbildungsförderung.

Zweiter und weitere Anträge:

Für einen Weiterförderungsantrag ist zu beachten, dass dieser zwei Monate vor Ablauf des letzten/laufenden Bewilligungszeitraums gestellt werden soll. So kann Ausbildungsförderung nach dem letzten Bewilligungsbescheid unter Vorbehalt der Rückforderung solange weiterbezahlt werden, bis der Bescheid zum neuen Antrag erlassen wird und es kommt nicht zu unschönen Zahlungsunterbrechungen (Frist für Sommersemester: 31. Januar | Frist für Wintersemester: 31. Juli).

Bei Anträgen, die nach den Fristen abgegeben werden oder die unvollständig sind, kann es zu Zah-lungsunterbrechungen kommen!

ACHTUNG: Die BAföG-Erhöhung zum Wintersemester 2019/20 wird mit dem neuen Bescheid berücksichtigt.

3. Stelle ich den Antrag nur einmal für das ganze Studium?

Nein. Der Antrag muss in der Regel jährlich neu gestellt werden. Die Bewilligung der Ausbildungsförderung erfolgt in der Regel für zwei Semester (= Bewilligungszeitraum). Für die Anschlussförderung muss dann ein neuer Antrag gestellt werden.

4. Wo stelle ich den Antrag?

Der Antrag ist beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung einzureichen. Dies ist bei einem Hochschulstudium das örtlich zuständige Studentenwerk (siehe https://www.studentenwerke.de/de/content/finden-sie-hier-ihr-studentenwerk), ansonsten in der Regel das kommunale Amt für Ausbildungsförderung am Wohnsitz des Auszubildenden.

5. Wie stelle ich den Antrag?

Leistungen nach dem BAföG setzen einen schriftlichen Antrag (Antragsformulare) voraus.

Sollten Sie in dem Stress der Studienanfangszeit kein Antragsformular mehr ausfüllen können, so reicht es aus, wenn Sie ein einfaches Schreiben an das Amt für Ausbildungsförderung senden, aus dem hervorgeht, dass Sie Förderung begehren (formlose Antragstellung, zur Fristenwahrung). Jedoch müssen Sie dann die ausgefüllten (amtlichen) Formulare und Unterlagen unverzüglich nachreichen. Es besteht Formblattzwang.

Online-Antrag/Upload-Portal/eID

Seit dem Wintersemester 2009/2010 haben Studierende der durch das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz zu betreuenden Hochschulen auch die Möglichkeit, den Antrag online zu stellen.
Dazu schauen Sie einfach unter: www.bafoeg-bayern.de.

  1. Wann der Antrag wirksam gestellt ist, hängt davon ab wie Sie ihn einreichen:
    Wenn Sie den Antrag ausdrucken, persönlich unterschreiben und per Post versenden, bestimmt der Posteingang beim BAföG-Amt den Tag der Antragstellung.
  2. Schneller geht es, wenn Sie den Antrag als Foto oder Scan über das Upload-Portal auf der angegebenen Internetseite einreichen. Dazu müssen Sie ihn aber vorher ausdrucken und unbedingt unterschreiben. Der Tag des Uploads ist dann der Tag des Eingangs.
  3. Ganz papierlos geht es mit eID. Wenn Sie einen neuen Personalausweis und einen geeigneten Kartenleser haben, können Sie den Antrag direkt online stellen. Er gilt dann sofort als eingegangen.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Flyer B@föG-online zum download (PDF-Format).

Wer die Möglichkeit der Online-Stellung nicht nutzen möchte, kann sich die Formulare im Internet herunterladen. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.bafög.de.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Formblätter:

  • Formblatt 1: Antrag auf Ausbildungsförderung und Erklärung über Einkommen/Vermögen/Schulden des Antragstellers
  • Anlage 1 zum Formblatt 1: Schulischer und beruflicher Werdegang des Antragstellers (nur beim ersten Antrag erforderlich)
  • Anlage 2 zum Formblatt 1: Zusatzblatt für den Kinderbetreuungszuschlag (§ 14b BAföG)
  • Formblatt 2: Studienbescheinigung (dies kann ersetzt werden, indem der durch die Hochschule maschinell erstellte Immatrikulationsnachweis (nach § 9 BAföG) vorgelegt wird.)
  • Formblatt 3: Einkommenserklärung des Ehegatten, des Vaters, der Mutter
  • Formblatt 4: Zusatzblatt für Ausländerinnen und Ausländer (d.h. ausländische Antragsteller)
  • Formblatt 5: Bescheinigung nach § 48 BAföG – Leistungsnachweis (erforderlich für die Förderung ab dem 5. Semester; verantwortlich für die Vorlage ist der Antragsteller, ausgefüllt wird es von der jeweiligen Hochschule)
  • Formblatt 6: Antrag auf Ausbildungsförderung für eine Ausbildung im Ausland
  • Formblatt 7: Antrag der/des Auszubildenden auf Aktualisierung nach § 24 Abs. 3 BAföG (erforderlich, wenn das Einkommen des Ehegatten oder eines oder beider Eltern im Bewilligungszeitraum wesentlich niedriger ist als das Einkommen im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des BWZ)
  • Formblatt 8: Antrag auf Vorausleistung nach § 36 BAföG (erforderlich, wenn die Eltern den im BAföG-Bescheid festgestellten Unterhaltsbeitrag nicht leisten oder die für die Feststellung des BAföG-Anspruchs erforderlichen Angaben verweigern und dadurch die Ausbildung gefährdet ist)

Dabei sind alle Angaben mit Nachweisen zu belegen, insbesondere die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Antragstellers, die Einkommensverhältnisse des Ehegatten und/oder der Eltern (Verdienstbescheinigungen, Einkommenssteuerbescheide, Rentenbescheide, Arbeitslosengeldbescheide, Nachweise über Gewinne aus selbständiger Tätigkeit, Bankbescheinigungen über Vermögenswerte etc.). Vorzulegen sind die Immatrikulationsbescheinigung und der Mietkostennachweis, sofern Sie nicht mehr bei den Eltern wohnen. Gegebenenfalls sind auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge nachzuweisen.