Weg frei für Mehrweg

Am 17. Januar 2020 führt das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz in all seinen Cafeterien an der Universität und OTH Regensburg ein einheitliches Mehrwegbecher-Pfandsystem ein.

Das neue Mehrweg-Pfandsystem am Campus Regensburg – Was ist geplant?

Mit der Einführung des Mehrwegsystems werden in den Cafeterien des Studentenwerks an der Universität und OTH Regensburg Mehrwegbecher ausgegeben. Studierende und Bedienstete können die Becher in allen Cafeterien des Studentenwerks am Campus zurückbringen. Bei der Ausgabe der Mehrwegbecher ist 3,50 € Pfand zu entrichten, das bei Rückgabe gegen die Pfandsumme oder einen neuen, sauberen Bechers getauscht wird. Bitte beachtet: Das Pfandsystem funktioniert nur, wenn genügend Mehrwegbecher im Umlauf sind! Denkt also daran, die Becher nach dem Kaffeegenuss auch wieder zurückzugeben.

Mehr als Einweg: Für eine nachhaltige Reduzierung von Einwegmüll

1,4 Millionen Einwegbecher landen im Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz jährlich im Müll. Deutschlandweit sind es gar 2,8 Milliarden Einwegbecher! Dem Studentenwerk ist es ein wichtiges Anliegen, einen Beitrag zur Vermeidung dieser Müllberge zu leisten. Als wirksamen Beitrag für die Reduzierung von Einwegmüll und als Anreiz für den Umweltschutz haben wir uns daher dazu entschieden, ein eigenes Mehrwegsystem einzuführen.

In einer Kennenlernphase könnt Ihr Euch mit den neuen Mehrwegbechern und dem Pfandsystem vertraut machen. Damit Ihr in der Anfangszeit reibungslos zu Eurem Heißgetränk kommt, wurden zunächst parallel noch Einwegbecher ausgegeben.

In einem zweiten Schritt werden ab 27.01.2020 alle Einwegbecher aus den Cafeterien des Studentenwerks entfernt. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Das Studentenwerk ist fest davon überzeugt, dass die Etablierung eines neuen Mehrwegsystems nur Erfolg haben kann, wenn gleichzeitig alle Einwegbecher aus den Cafeterien verschwinden. Nach einer Auswertung der ersten Phase mit parallellaufenden Einweg- und Mehrwegsystemen halten wir zwar fest, dass die Anzahl der ausgegebenen Einwegbecher zurückgegangen ist. Allerdings möchten wir noch einen Schritt weitergehen und das Verhalten von Mitarbeitern und Kunden mit einem reinen Mehrwegsystem erproben. Wir glauben, dass ein langfristiger Verzicht auf Einwegbecher nur mit mutigen Entscheidungen wie dieser funktionieren kann. Wer nicht am Pfandsystem teilnehmen möchte, kann selbstverständlich weiterhin zum eigenen Mehrwegbecher greifen.

Fragen/Anmerkungen/Eindrücke speziell zum Mehrwegsystem können ausschließlich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.

Warum Mehrweg?

Laut der Deutschen Umwelthilfe e.V. werden alleine in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Einwegbecher verbraucht – das sind 320.000 Becher pro Stunde! Diese bestehen häufig aus Papierfasern und sind auf der Innenseite mit Plastik beschichtet. Ein Recycling ist durch die Beschichtung fast unmöglich, was bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führt: Allein für die Papierherstellung der Einwegbecher werden so jährlich 43.000 Bäume gefällt. 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Einwegbecher bedeuten aber auch 110.000 t CO²-Ausstoß, 40.000 t Abfall, 1,5 Milliarden l Wasserverbrauch, 320 Millionen kWh Strom und 3.000 t Rohöl.

Wie nachhaltig einige Einwegbecher auch sein mögen: Der Mehrwegbecher ist die beste Wahl für die Umwelt. Er ist zu 100% recyclebar, BPA-frei, ohne Schadstoffe, hitzebeständig und lebensmittelecht.

Regional und CO2-arm: der Cafeten-Mehrwegbecher

Bei der Herstellung des Mehrwegbechers legen wir Wert auf eine regionale Produktion. Die Becher werden daher in Oberfranken von der Firma SCHÖNWALD hergestellt. Kurze Lieferwege = weniger CO2-Emissionen. Wir wollten genau wissen, wo die neuen Becher herkommen, und haben uns die Produktion vor Ort angeschaut: stwno.de/mehrweg/unser-mehrwegbecher


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