Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz setzt sich ein für mehr bezahlbaren Wohnraum für die Studierenden in Deggendorf. In der Unteren Himmelreichstraße 10 wird eine neue öffentlich geförderte Wohnanlage für 61 Studierende entstehen.

Der Bau befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den bereits vorhandenen Studentenwohnanlagen in der Detter- und Frauenstraße. Der Weg zur Hochschule ist kurz: Die TH Deggendorf ist circa zwei Kilometer entfernt. Der Freistaat Bayern fördert den Bau der Wohnanlage.

Informationstermin als Ersatz für ein klassisches Richtfest

Am heutigen Freitag informierten Staatsminister Bernd Sibler, Oberbürgermeister Dr. Christian Moser, Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba, Vizepräsident der TH Deggendorf, und Gerlinde Frammelsberger, Geschäftsführerin des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz, über den Fortschritt der Bautätigkeiten und die Bedeutung des Neubaus für die Studierenden in Deggendorf. Wissenschaftsminister Sibler betonte: „Studieren soll kein Luxus sein. Die neue Studentenwohnanlage in der Himmelreichstraße in Deggendorf steht sinnbildlich für das Anliegen der Staatsregierung und auch für mein ganz persönliches Anliegen, unseren Studentinnen und Studenten in Bayern möglichst hochschulnah modernen und erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz leistet mit Bauprojekten wie diesem einen wertvollen Beitrag zum großen Erfolg und der Beliebtheit des Hochschulstandorts Deggendorf. Denn sich keine Sorgen um eine bezahlbare Bleibe machen zu müssen, trägt eindeutig zur Attraktivität eines Studienortes bei.“ Aufgrund der Coronapandemie und den besonderen Schutz- und Hygienemaßnahmen konnte diesmal kein klassisches Richtfest zum Dank der am Bau beteiligten Firmen stattfinden: Die Handwerkerinnen und Handwerker erhielten bereits am gestrigen Tag eine Brotzeit vom Studentenwerk.

Pandemiebedingte Änderung des Wohnkonzepts

Die TH Deggendorf ist bayernweit die Hochschule mit dem höchsten Anteil internationaler Studierender. „Leider ist es gerade für diese Gruppe nicht immer leicht, einen Wohnplatz zu finden, denn viele Vermieter möchten längerfristig vermieten“, erklärt Frammelsberger. „Das ist auch ein Grund, warum der Anteil der internationalen Studierenden in unseren Wohnanlagen in Deggendorf den Anteil der internationalen Studierenden an der Hochschule bei weitem übersteigt.“

Ursprünglich sollte die Wohnanlage 59 Wohneinheiten mit eigener Nasszelle und eigenem Kühlschrank beinhalten. Das eigentliche Kochen sollte in fünf großen Gemeinschaftsküchen stattfinden. „Denn dann müssen sich die Studierenden im öffentlichen Bereich aufhalten und nur Begegnung schafft Integration“, so Frammelsberger weiter.

Die Coronapandemie erfordert nun jedoch eine Umplanung des Wohnkonzepts, denn Gemeinschaftsküchen stellen als Orte der Begegnung ein erhöhtes Infektionsrisiko dar. Zwei der fünf Gemeinschaftsküchen werden in Einzelapartments umgebaut. Dadurch entsteht zusätzlicher Wohnraum. Die Wohneinheiten erhalten eigene Pantry-Küchen, die das Kochen im Individualapartment ermöglichen. Geplant sind 61 Einzelapartments, drei Gemeinschaftsküchen und eine WC-Anlage. Die Apartments verteilen sich auf drei Stockwerke und werden jeweils mit Bett, Schreibtisch, Kleiderschrank, Küchenzeile und Vorhängen ausgestattet.

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Hintergrund zum Bau der öffentlich geförderten Studentenwohnanlage

Der Erstbezug der 61 Wohneinheiten ist pünktlich zum kommenden Sommersemester ab 1. April 2021 geplant. Die Baukosten belaufen sich auf 8,5 Millionen Euro. Da das Gebäude im KfW-Standard 55 gebaut wird, kann das Studentenwerk ein KfW-Darlehen in Höhe von 1,8 Millionen Euro in Anspruch nehmen und erhält auch einen Tilgungszuschuss. Der Freistaat Bayern unterstützt das Bauvorhaben mit einem leistungsfreien Darlehen in Höhe von 1.952.000 Euro. Insgesamt investiert das Studentenwerk für die studentische Infrastruktur in der Hochschulstadt Deggendorf rund 5,2 Millionen Euro. Nach Fertigstellung der Wohnanlage kann das Studentenwerk 154 Studierenden in Deggendorf bezahlbaren Wohnraum mit öffentlicher Förderung anbieten.

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