Mit der Premiere von „Ein Punkt im Rauschen“ am 29. Mai 2026 ging ein besonderes Projekt der Kulturförderung des Studierendenwerks Niederbayern/Oberpfalz erfolgreich zu Ende: Der neu gegründete STWNO-Theaterclub präsentierte im Theater an der Uni seine erste Eigenproduktion und setzte damit einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter acht Monate gemeinsamer künstlerischer Arbeit.
Im Oktober 2025 folgten fast 40 Studierende der Universität und OTH Regensburg dem Aufruf sich der neuen Theatergruppe anzuschließen, um gemeinsam mit Theaterpädagogin Claudia Erl an einer kollektiven Stückentwicklung zu arbeiten. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen, Gedanken und Themen der Teilnehmenden selbst. Bis zum Sommersemester 2026 etablierte sich eine feste Gruppe mit 25 engagierten Teilnehmenden, die sich schließlich mit viel Spielfreude als starkes Ensemble auf der Bühne zeigen konnten. Aus Improvisationen, selbst verfassten Texten, biografischen Impulsen und literarischen Fragmenten entstand mit „Ein Punkt im Rauschen“ ein vielstimmiger Theaterabend über Einsamkeit, Zukunftsängste, gesellschaftliche Erwartungen und die Suche nach Orientierung und Nähe.
Die drei Vorstellungen im Theater an der Uni stießen auf großes Interesse. Bereits die Premiere war mit 122 Zuschauenden nahezu ausverkauft, für die letzte Vorstellung am 31. Mai musste sogar noch eine Stuhlreihe dazugestellt werden, damit alle 153 Zuschauenden einen Platz fanden. Insgesamt erreichte die Produktion mit 355 Zuschauenden ein großes Publikum und wurde von diesen mit viel Aufmerksamkeit und positiver Resonanz aufgenommen.
Die Kulturförderung verfolgte mit der Gründung des Theaterclubs im Wintersemester 25/26 das Ziel, ein offenes und niedrigschwelliges Theater-Angebot zu schaffen, das Studierenden unabhängig von Vorerfahrung den Zugang zur Theaterarbeit ermöglicht. Der Einstieg erfolgte ohne Casting oder Vorsprechen. Statt klassischer Rollenverteilungen standen gemeinschaftliches Arbeiten, kreative Mitbestimmung und die Entwicklung eines gleichberechtigten Ensembles im Mittelpunkt.
Die große Beteiligung zeigt, dass dieses Konzept auf großes Interesse stößt. Gleichzeitig bestätigte das Projekt die Bedeutung kultureller Angebote als Räume der Begegnung, des Austauschs und der persönlichen Entwicklung. Viele Teilnehmende konnten nicht nur künstlerische Erfahrungen sammeln, sondern auch ihre Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz und ihr Selbstvertrauen stärken. Darüber hinaus entstanden innerhalb der Gruppe zahlreiche neue Freundschaften über Hochschulen und Fachrichtungen hinweg. Damit leistete der Theaterclub einen wichtigen Beitrag gegen Vereinsamung und schuf einen Ort, an dem Studierende Gemeinschaft erleben und sich austauschen können.
Mit „Ein Punkt im Rauschen“ ist es gelungen, aktuelle studentische Lebensrealitäten auf die Bühne zu bringen und einen Theaterabend zu schaffen, der gleichermaßen nachdenklich, poetisch und humorvoll war. Der STWNO-Theaterclub hat sich damit schnell als wertvolle Ergänzung der großen und vielfältigen studentischen Theaterszene am Campus und im Theater an der Uni etabliert.
Gleichzeitig machte das Projekt das Theater an der Uni als besonderen Kulturort auf dem Campus noch mehr sichtbar. Das vom Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz betriebene Theater steht Studierenden seit Jahrzehnten als professionell ausgestattete Bühne für eigene Projekte zur Verfügung und bietet Raum für kulturelle Begegnung und künstlerisches Engagement. Mit dem Theaterclub konnten insbesondere Studierende erreicht werden, die bislang noch keine Berührungspunkte mit der studentischen Theaterszene hatten. Viele der Teilnehmenden lernten das Theater an der Uni erstmals als einen Ort kennen, den sie aktiv mitgestalten können. Damit trägt das Projekt auch dazu bei, das Theater langfristig als offenen Raum für studentische Kultur und als festen Bestandteil des Campuslebens zu stärken.


Der Theaterclub in der Presse
Den ersten Pressebesuch gab es bereits während der Endproben von TVA mit einem Vorbericht, der im Journal vom 28. Mai 2026 zu sehen war:
https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/neue-theatergruppe-an-der-uni-regensburg/
Die Premiere besuchten zwei weitere Vertreter*innen der Presse von der Mittelbayerischen Zeitung und von der Regensburger Zeitung:
„Nicht nur nach vorne geht der Blick, es gibt auch die Rückkehr ins Elternhaus und ins Kinderzimmer, der eher melancholisch ausfällt. Sehr eindrücklich dargestellt durch sich übereinander lagernde Schauspieler ist auch die kafkaeske Verhedderung im Dornengebüsch innerer Überforderung.“ Schreibt beispielsweise Burkard von Grafenstein in der Regensburger Zeitung vom 01.06.2026
Ein weiterer Artikel erschien in der Mittelbayerischen Zeitung und kann hier nachgelesen werden:
